Künstliche Intelligenz verändert auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Das gilt sowohl für die Erstellung als auch für die Auswertung von Berichten. Schnelle Rechenleistung liefert aktuell zum Beispiel Auswertungen zum Umfang und zur Qualität der ersten CSRD-konformen und ESRS-basierten Unternehmensinformationen. Das Volumen der Lageberichte hat demnach deutlich zugenommen (was naheliegend ist, da ja ein neues Element hinzugekommen ist) und die Terminologie der nicht-finanziellen Berichte ist einheitlicher geworden. Letzteres mag gut im Sinne der Vergleichbarkeit sein. Zugleich kann es belegen, dass bei der Erstellung der Berichte ebenfalls KI verwendet wurde (oder im schlimmsten Falle viel kopiert).
Letztlich sind alle diese Analyseergebnisse aber nur bedingt erkenntnisstiftend. Zumal nicht Nachhaltigkeitsberichterstattung das ist, was sich in erster Linie und dringend verändern sollte. Sondern unsere Herangehensweise an Nachhaltigkeit. Wir müssen Fakten entlang von realen Geschäftsprozessen schaffen. Hierfür braucht es menschliche Intelligenz und Augenmaß. Dann erst macht das Erstellen von Entscheidungsgrundlagen in Form von Nachhaltigkeitsinformationen Sinn, beispielsweise für Investoren. Mit oder ohne KI. Hauptsache glaubwürdig.